• Blog über Wein und Genuss

Wein-Trinker…. ein schweres Los

Als Wein-Trinker hat man es schwer. Begleitet man z.B. den Wein gedankenlos mit unpassendem Naschwerk, reagiert der Gaumen beleidigt. Plötzlich verschwinden all die feinen Aromen, und der Wein schmeckt langweilig. Oder man möchte sich einen netten Abend gönnen, und holt zum leckeren Essen einen besonderen Wein aus dem Keller. Funktioniert die Kombination nicht, so geht dies oft zu Lasten des Weines. Die ernüchternde Erkenntnis wäre dann, besser mit dem besonderen Wein den Abend ausklingen lassen. Ein „normaler“ Wein hätte es einfach so zum Essen auch getan.

Ich hatte mein Aha-Erlebnis bei einer Käse-Wein-Verkostung. Die Kombination eines schlichten Weines mit einem toll gereiften Käse war perfekt.

Der Wein solo getrunken war dagegen keine Offenbahrung. Die Alternative mit einem anspruchsvollerem Wein ging daneben; keine geschmackliche Chance für diesen Wein. Dies soll natürlich auf keinen Fall ein Plädoyer für einfache Weine zum Essen sein. Passende tolle Weine zu einem tollen Essen sind nicht zu toppen! (mehr …)

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Cuvée Je t`aime

Der Wein – Das Cover – Der Name….. und dann auch noch „lecker“.

Immer mehr Weine fallen durch ausgefallene, pfiffige Ettiketen auf. Dabei schlägt die Kreativität manchmal wahre Purzelbäume. IMG_7706 (2)Gerade die nachrückende jüngere Winzergeneration kommt mit viel Phantasie daher. Oft sind schon die Namen der Weine außergewöhlich und dann wohlmöglich noch entsprechend grafisch in Szene gesetzt. Ich kann mich dafür begeistern. Für mich muß das besondere Ettiket aber auch zum Inhalt passen. Die Qualität des Weines darf nicht hinter dem Äußeren abfallen. Qualität bedeutet u.a. ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Maß aller Dinge muß die Flüssigkeit in der Flasche sein. Wein bedeutet inzwischen aber mehr als nur ein Getränk. Neben interessanten Ettiketen spielt in diesem Zusammenhang auch die Architektur eine Rolle. DSCF5081Viele Weingüter haben mit ungewöhnlichen Neubauten von sich Reden gemacht. Besonders eindrucksvoll finde ich die vielen gelungenen Renovierungen bzw. ideenreichen Kombinationen von Alt- und Neubau.

Cuvée Je t`aime, Côtes de Thongue IGP ( Herault/ Languedoc) von der Domaine Bassac – der Wein besticht durch einen samtig-würzigen Charakter, weich am Gaumen mit Noten von Brombeeren und Himbeeren, und er hat etwas von gerösteten Mandeln, dabei dicht und elegant – ein charmanter Südfranzose, vegan, Rebsorten: 40% Cabernet Franc, 40% Syrah, 20% Grenache. Der Wein bzw. die Flasche eignet sich als nettes Mitbringsel, und passt gut zu Anlässen wie Gebutrstag oder Hochzeit; oder natürlich mit viel Spaß selber trinken. – Flasche (0.75l)  9,80 €….. im 6er Karton nur 52,90 €

Im Übrigen: Penicillin macht die Menschen gesund, doch guter Wein macht sie glücklich! (Alexander Fleming, Entdecker des Penicillins)

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Der Biertrinker – Die Offenheit

Es gibt ihn den Biertrinker – ich kenne ihn persönlich.

Der Biertrinker schlechthin, positiv genußvoll auf eine bestimmte Bier-Sorte fixiert……. was macht dieser Biertrinker: Er steigt aus seiner Sicht herab aufs Weinniveau. Bereitwilligt nimmt er inzwischen an mehreren Weinproben teil, zeigt wahres Interesse – und wird immer Biertrinker bleiben!! Die Weinprobe , egal wie lang der Abend dauert, endet für ihn mit einem Bier als Belohnung bzw. Anerkennung für seine Offenheit. (mehr …)

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Die Weinsprache

Die Weinsprache bzw. der Umgang mit Wein kommt außenstehenden sicher oft schräg vor, was nicht selten auch zutrifft. Um für die Wein-Bekloppten (mich eingeschlossen) eine Lanze zu brechen: Ich behaupte, wo „Experten“ am Werk sind, können weniger betroffene meist nur schmunzeln. Wenn man z.B. einer Whisky-Verkostung beiwohnt, ergeben sich vergleichbare Situationen.

Wozu dient nun diese Weinsprache bzw. die Beschreibung der Weine? Im Idealfall hilft mir eine differenzierte, objektive Beschreibung einen passenden Wein zu finden. Ich kann mir in etwa ein Bild von dem Wein machen, ob dieser mir dann aber auch wirklich schmeckt? Je klarer und eindeutiger die verwendeten Begriffe der Weinsprache sind, desto eher kann man diese auch nach vollziehen. Dabei muss man z.B. unterscheiden, wenn auf einer Weinprobe mal eben der Wein kommentiert wird. In diesem Fall hat man es eher mit einer subjektiven Formulierung zu tun, die dem Unterhaltungswert dient.

Gute Wein-Beschreibungen können auch lehrreich sein: Ich werde damit eventuell auf Aromen aufmerksam, die ich zwar geschmeckt habe ohne es formulieren zu können. Vielleicht komme ich aber auch zu einem ganz anderen Ergebnis! Darüber hinaus macht es mir Spaß, interessante Beschreibungen zu lesen, um für mich Geschmacksvermutungen anzustellen (verrückt? – etwas schon…). (mehr …)

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Geschmack ist relativ

Ich habe ein Buch gelesen. – Nein, keine Sorge jetzt kommt kein Abklatsch von Marcel Reich-Ranicki. Vielmehr fand ich einen Gedanken/Situation in dem Krimi „Wein oder nicht sein “ von Uwe Krauss (cocon-Verlag) besonders erwähnenswert.

Aber vielleicht erst mal eine kurze Zusammenfassung: Der Weinsammler Kurt Gilser steigt mit seinen Freunden, einem Weinhändler und einem Weinkritiker, in seinen Keller , um berühmte Bordeaux zu verkosten. Dieser Keller liegt in einem Luftschutzbunker unter seinem Garten, gefüllt mit 35.000 Flaschen. Der Bunker wird mutwillig von außen verschlossen; die Stahltür ist alarmgesichert, die Wände aus Stahlbeton, Handynetz gleich null. (mehr …)

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